Samstag, 29.08.2020

Heimreise 04, Heppenheim - Durlach – Rexingen

Immer noch vollgestopft mit Käse peile ich für den Freitag Pforzheim an, das wäre auch durchaus möglich gewesen, hätte ich nicht südlich von Heidelberg das falsche Tal erwischt (keine Schilder, nix, nadda...) und muss mich bei Wiesloch-Rauenberg den rauhen Berg rauf durch unwegsames Gelände in die Ebene zurückkämpfen. Ein Sturzregen durchnässt mich komplett und in Bruchsal hätte ich fast schon dort für die Nacht quartiert. Das hätte meinen schönen Etappenplan allerdings komplett zerschossen. Nach 1 h überlegen bin ich wieder halbwegs trocken und radle doch noch weiter bis nach Durlach. Wieder auf Umwegen, wieder sehr ärgerlich... Durlach hat auch eigenen Wein, in der Kultur und Kultkneipe „Kranz“ gibt es aber nur einen anständigen Spanier, nicht die erste Wahl zu Kässpätzle...Ansonsten eine empfehlenswerte Kneipe.

Das Hotel „Erwin“ in Durlach ist auch ganz Ok, einfach und mit 82€/EZ im Schnitt etwas zu teuer, das liegt aber wahrscheinlich an der Nähe zu Karlsruhe. Traumhaft ruhig, top neues Bad.

Zwischenfazit zur Bergstraße: hätte ich gewusst wie mangelhaft die Bergstrassenstrecke von Frankfurt an bis hierher ist, ich wäre auch nach Worms abgebogen und hätte den Rheinradweg gewählt. Diesen kenn ich schon und der ist auf jeden Fall für die Weitwanderung die bessere und schnellere Option.

Samstag früh weiter, ich möchte wieder auf die Etappenplanung kommen, so geht es durch das Pfinztal bis Pforzheim mit dem Zug, das kenn ich schon, und ich werde die 25km bei Gelegenheit nachholen, versprochen. Bzw. ziehe ich die einfach vom Umwegkonto ab, dann stimmt's auch wieder.

Von Pforzheim geht es schööön das Nagoldtal hoch. Das geht auch sehr fein, meistens geteert hat aber bergwärts einige richtig miese Rampen drin und ab und zu nur Splitbelag. Dieser ist jedoch fachgerecht verdichtet und mir allemal lieber als die ausgeschwemmten Wurzelwege in SH. Bad Liebenzell lockt mit Heidelbeerkuchen, ab Nagold wird es steiler, bis ich gemerkt hab dass ich wieder mal im falschen Tal bin ist es zur Umkehr zu spät, so muss ich in Haiterbach nochmal über einen knackigen Höhenrücken, werde dafür mit einem herrlichem Blick auf die Alb entschädigt und erreiche dann trotzdem über Altheim mit etwas Reststrom Rexingen, Hotel Mama.

Hier habe ich im Frühjahr erstmals Station gemacht und es ist eigentlich klar dass hier auch die letzte sein soll. Morgen, Sonntag geht es nach RW, wahrscheinlich aber mit dem Zug, es ist heftiger Dauerregen angesagt...